{"id":1254,"date":"2013-12-01T16:26:03","date_gmt":"2013-12-01T15:26:03","guid":{"rendered":"http:\/\/aah.noblogs.org\/?p=1254"},"modified":"2013-12-01T16:29:03","modified_gmt":"2013-12-01T15:29:03","slug":"bundesweite-demonstration-am-21-dezember-in-hamburg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/aah.noblogs.org\/?p=1254","title":{"rendered":"Antifa supports Flora &#8211; am 21.Dez. auf nach Hamburg!"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/aah.noblogs.org\/files\/2013\/12\/2112demo.gif\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1255\" alt=\"2112demo\" src=\"https:\/\/aah.noblogs.org\/files\/2013\/12\/2112demo.gif\" width=\"500\" height=\"239\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>Selbstorganisierung statt Repression!<br \/>\nRefugee-Bleiberecht, Esso-H\u00e4user &amp; Rote Flora durchsetzen!<\/strong><\/p>\n<div id=\"outerContainer\">\n<div id=\"sidebarContainer\">Mit einer bundesweiten und internationalen Demonstration am 21. Dezember in Hamburg wollen wir deutlich machen, dass mit massivem Widerstand zu rechnen ist, sollte versucht werden, die Rote Flora zu r\u00e4umen. Inhaltliche Schwerpunkte sind die aktuellen K\u00e4mpfe um den Erhalt der Esso-H\u00e4user, das Bleiberecht der Fl\u00fcchtlinge und die radikale Kritik an Repression und Gefahrengebieten. Im Oktober diesen Jahres hat die seit 24 Jahren besetzte Rote Flora eine Kampagne zu ihrer Verteidigung ausgerufen. Der formale Privateigent\u00fcmer Kretschmer und Investor Gert Baer wollen den besetzten Status des ehemals st\u00e4dtischen Geb\u00e4udes beenden und eine Klage gegen den aktuellen Bebauungsplan einreichen. Sie haben angek\u00fcndigt, aus der Flora ein sechsst\u00f6ckiges Geb\u00e4ude mit Konzerthalle f\u00fcr 2500 Besucher_innen, integriertem Stadtteilzentrum, Verkaufsfl\u00e4chen und B\u00fcror\u00e4umen nebst Kita und dreist\u00f6ckiger Tiefgarage zu errichten. Zur Umsetzung wird die Gr\u00fcndung einer Aktiengesellschaft mit internationalen Investoren angestrebt.<!--more--><strong>Unvertr\u00e4glich bleiben!\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/strong><b>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <\/b>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Baer und Kretschmer kritisieren \u00f6ffentlich, dass die Hamburger Hafenstra\u00dfe in den Achtziger Jahren nicht ger\u00e4umt wurde und erkl\u00e4ren die Rote Flora zu einem gegenteiligen politischen Modellfall. Ihr Ziel ist laut Pressemitteilung, die Besetzer_innenszene zu demoralisieren und neuen Hausbesetzungen durch die Zerschlagung der Flora in Zukunft keine Perspektive mehr zu bieten. Ihr Angriff richtet sich ideologisch nicht nur gegen die Rote Flora als einzelnes lokales Projekt, sondern sie verstehen ihr Engagement als politisches Statement gegen Hausbesetzungen insgesamt. Die mehreren hundert Nutzer_innen des Hauses bezeichnet Baer inzwischen als \u00bbkriminelle und terroristische Vereinigung\u00ab. Aufgrund der konkreten Bedrohung wurde im Rahmen einer Vollversammlung bundesweit und international zu Solidarit\u00e4tsaktionen aufgerufen. Schon bevor bei irgendwelchen neuen Geldgeber_innen Hoffnung auf Gewinnmaximierung entsteht, soll durch \u00fcberregionale Schlagzeilen und Abschreckung ein negatives Image des Investorenprojektes entstehen und deutlich werden, dass ein solcher Plan mehr Schaden anrichtet als Gewinne bringt. Auf Beschwichtigungen der Politik wird sich die Rote Flora nicht verlassen. Sanierungs- und Bebauungspl\u00e4ne k\u00f6nnen sich ebenso \u00e4ndern wie die Haltungen von Politiker_innen und Medien. Die Linie des regierenden Senates scheint dar\u00fcber hinaus vor allem darin zu bestehen, sich selbst aus der politischen Schusslinie zu bringen. Durch Privatisierungen werden unbequeme Entscheidungen \u00fcber die Privatwirtschaft geregelt, w\u00e4hrend die Politik ihre H\u00e4nde in Unschuld w\u00e4scht. Dies erinnert nicht nur an die Abriss bedrohten Esso-H\u00e4user an der Reeperbahn, sondern auch an die Auseinandersetzungen um das Ungdomshuset in Kopenhagen. Von der Roten Flora wurde immer klargestellt, dass der aktuelle Konflikt in erster Linie einer um Stadt und Gesellschaft selbst ist. Die Auseinandersetzung geht nicht nur um das Gem\u00e4uer am Schulterblatt, sondern 21.12.2013 Bundesweite Demonstration Auftakt: 14 Uhr Rote Flora Hamburg. Rote Flora verteidigen &#8211; Esso-H\u00e4user durchsetzen! Gegen rassistische Zust\u00e4nde \u2013 Bleiberecht f\u00fcr alle!ist Teil von und bezieht sich auf die Verh\u00e4ltnisse, die es umgeben. Es geht uns im Kampf um die Flora nicht nur um den Erhalt des Hauses, sondern um die Flora als politisches Projekt und politische Idee. Wir sind uns bewusst, dass wir eine m\u00f6gliche R\u00e4umung vermutlich nur im Vorfeld politisch verhindern k\u00f6nnen. Durch breite Solidarit\u00e4t und starke Bewegungen, die sich nicht nur in Verteidigungshaltung begeben, sondern die Ver\u00e4nderung der Verh\u00e4ltnisse zum Ausgangspunkt machen.<strong>Shut Down Fortress Europe!\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/strong><b>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <\/b>Die letzten Monate und Wochen waren bundesweit gepr\u00e4gt vom Kampf der Refugees um Bleiberecht. In Hamburg wurde wochenlang im Rahmen spontaner Demonstrationen und Proteste auf die Stra\u00dfe gegangen, um rassistische Kontrollen zu stoppen, aufgrund derer Refugees aus Lampedusa in der Perspektive abgeschoben werden sollen. Durch unterschiedliche Protest- und Aktionsformen, die sich selbstst\u00e4ndig und unkontrolliert in Bewegung setzen, ist es gelungen, die Landesregierung vor\u00fcbergehend in die Defensive zu bringen. Mittlerweile wird versucht, die Gruppe der Fl\u00fcchtlinge aus Lampedusa zu spalten, indem die Kirchenf\u00fchrung als Hebel der Senatspolitik eingesetzt wird.Umso wichtiger ist, dass sich alle Protestspektren deutlich und entschlossen zu Wort melden. Der dauerhafte Stopp der rassistischen Kontrollen ist keine Verhandlungsmasse in der Auseinandersetzung um das Bleiberecht der Lampedusa Fl\u00fcchtlinge. Bleiberecht keine Frage des Herkunftslandes oder einer Einzelfallpr\u00fcfung als Abschiebung auf Raten. Dauerhaftes, unbeschr\u00e4nktes Bleiberecht und Bewegungsfreiheit f\u00fcr alle \u2013 Dublin II abschaffen! W\u00e4hrend sich in Hamburg, Berlin und anderen St\u00e4dten viele Menschen mit den K\u00e4mpfen der Refugees solidarisieren, kam es in der Peripherie der St\u00e4dte oder l\u00e4ndlichen R\u00e4umen in den vergangenen Wochen immer \u00f6fter zu rassistischen Mobilisierungen von Anwohner_innen und einer Serie von Brandanschl\u00e4gen auf Unterk\u00fcnfte von Gefl\u00fcchteten. Rassismus kommt nach wie vor aus der Mitte der Gesellschaft und staatliche Angriffe auf Fl\u00fcchtlinge bef\u00f6rdern populistische Stimmungen. Eine antifaschistische Praxis ist und bleibt daher ebenso unverzichtbar wie ein antirassistischer Bezug in stadtpolitischen K\u00e4mpfen.<\/p>\n<p><strong>Kapitalistische Stadtentwicklung. \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 <\/strong>Ein anderes Beispiel wie sich K\u00e4mpfe in der Stadt \u00fcberkreuzen und aufeinander beziehen k\u00f6nnen, bilden die Esso-H\u00e4user auf St. Pauli. \u00dcber 100 Mieter_innen sollen dort vertrieben werden und ein riesiger Neubau mit Luxuswohnungen entstehen. Bestehende Clubs und L\u00e4den sollen dichtmachen und durch hochpreisiges Gewerbe ersetzt werden. Es wird versucht, die Interessen der Bewohner_innen gegen die der Anwohner_innen auszuspielen und die Politik hat jede erdenkliche st\u00e4dtebaupolitische Alternative fallen lassen, um dem Investor Bayrische Hausbau den Weg zu ebnen. Erste K\u00fcndigungen wurden f\u00fcr das Fr\u00fchjahr 2014 ausgesprochen. S\u00e4mtliche Optionen auf einen Erhalt des Geb\u00e4udes oder eine Neugestaltung im Interesse der Bewohner_innen und Anwohner_innen wurden verbaut, s\u00e4mtliche T\u00fcren verschlossen. Nur ein sich radikalisierender Widerstand und breite Proteste scheinen die vermeintlich alternativlose Situation noch kippen zu k\u00f6nnen. Obwohl die Zusammensetzung des Widerstandes auf St. Pauli sehr viel heterogener ist, stehen die Rote Flora und die Esso- H\u00e4user vor einem verbl\u00fcffend \u00e4hnlichen Problem. Die Stadt privatisiert den Konflikt und gibt sich unbeteiligt. Im Ergebnis erscheinen massive Proteste und eine Eskalation als einzige Perspektive gegen eine Politik, die ihre politischen Zielsetzungen als kapitalistische Sachzw\u00e4nge durchzusetzen versucht.<\/p>\n<p><strong>F\u00fcr die Ausweitung der K\u00e4mpfe!\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <\/strong>St\u00e4dte sind weltweit Orte von politischen K\u00e4mpfen und immer \u00f6fter beziehen sich diese aufeinander und vernetzen sich. Nicht nur die Fragestellungen und Investorenarchitekturen \u00fcberschneiden sich, wenn in Istanbul, Athen, Barcelona, Frankfurt, Berlin, Amsterdam oder Kopenhagen gegen Gentrifizierung, Zwangsr\u00e4umungen oder steigende Mieten demonstriert wird, sondern immer h\u00e4ufiger auch Protesterfahrungen und politische Zielsetzungen. Politische Bewegungen entstehen dabei neu und bilden sich aus der sozialen Basis in den St\u00e4dten. Der Kampf f\u00fcr den Erhalt der Roten Flora \u00fcberkreuzt sich mit K\u00e4mpfen anderer besetzter H\u00e4user und Stadtteilprojekte weltweit. Es gibt Widerstand von Mieter_innen gegen Aufwertung und Vertreibung. Protest gegen die Privatisierung des St\u00e4dtischen, Selbstorganisierung und Sabotage gegen Repression und das menschenverachtende System aus Abschiebung und Abschottung der Au\u00dfengrenzen. Die Rote Flora ist nur einer von vielen Orten, an dem sich diese Auseinandersetzungen derzeit im Protest widerspiegeln. Es geht f\u00fcr uns weder an der Flora noch bei den Esso-H\u00e4usern noch im Centro Sociale oder anderen umk\u00e4mpften R\u00e4umen um einzelne Projekte. Es geht um ein radikal anderes Verst\u00e4ndnis von Stadt und Gesellschaft. Um grenz\u00fcberschreitende Solidarit\u00e4t, eine Praxis der Aneignung und die Vergesellschaftung des Bestehen den, um kapitalistische Zw\u00e4nge und patriarchale Normen anzugreifen.<\/p>\n<p><strong>Right to the City \u2013 Fight Capitalism! No Border &#8211; No Nation!<\/strong><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Selbstorganisierung statt Repression! Refugee-Bleiberecht, Esso-H\u00e4user &amp; Rote Flora durchsetzen! Mit einer bundesweiten und internationalen Demonstration am 21. Dezember in Hamburg wollen wir deutlich machen, dass mit massivem Widerstand zu rechnen ist, sollte versucht werden, die Rote Flora zu r\u00e4umen. 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