{"id":1313,"date":"2014-04-28T18:02:07","date_gmt":"2014-04-28T16:02:07","guid":{"rendered":"http:\/\/aah.noblogs.org\/?p=1313"},"modified":"2014-04-28T18:02:07","modified_gmt":"2014-04-28T16:02:07","slug":"22-jahre-haben-nichts-geaendert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/aah.noblogs.org\/?p=1313","title":{"rendered":"22 Jahre haben nichts ge\u00e4ndert&#8230;"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/aah.noblogs.org\/files\/2014\/04\/Hoy1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-1315\" alt=\"Hoy\" src=\"https:\/\/aah.noblogs.org\/files\/2014\/04\/Hoy1-150x150.jpg\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a>22 Jahre nach den schweren, rassistsichen Angriffen auf ein Fl\u00fcchtlingsheim in Hoyerswerda, werden die Bewohner*innen des im Februar eingeweihten Asylbewerber*innenheims erneut von \u00dcbergriffen in Angst und Schrecken versetzt.<br \/>\nBereits 2 Tage nach der Er\u00f6ffnung wurde ein Bewohner der Heims mitten am Tag t\u00e4tlich angegriffen, von einem rassistischen Motiv ist auszugehen. Andere Bewohner*innen berichten von regelm\u00e4\u00dfigen verbalen und k\u00f6rperlichen Attacken, sie werden angespuckt und beschimpft, eine Frau mit Kinderwagen wird fast von einem Wagen \u00fcberfahren. Nachts werfen junge Menschen Glasflaschen \u00fcber den Zaun, hupen und beleidigen. Den erschreckenden H\u00f6hepunkt bildet ein \u00dcbergriff auf das Heim, der sich in der Nacht auf den Karsamstag ereignete. Ein Mensch mit roter Sturmhaube steht pl\u00f6tzlich vor einem Fenster und schl\u00e4gt mit einem Hammer darauf ein. Das Sicherheitsglas bricht zum Gl\u00fcck nicht vollst\u00e4ndig, ein Bewohner l\u00f6st zudem den Feueralarm aus. Doch weder Feuerwehr noch Polizei scheinen in dem Alarm eine gro\u00dfe Priorit\u00e4t zu sehen, erste Polizeikr\u00e4fte kommen mit 20 Minuten Versp\u00e4tung. Obwohl die Polizeistation sich nicht weit entfernt befindet. Der T\u00e4ter fl\u00fcchtet erst, nachdem die Bewohner*innen der Einrichtung sich vor der T\u00fcr versammeln, inzwischen wird gegen einen 25-j\u00e4hrigen ermittelt.<!--more--><br \/>\nDer polizeiliche Umgang mit dem Angriff f\u00e4llt ungeheuerlich aus. Eine unmittelbare Gefahr f\u00fcr die Asylberber*innen sei nicht gegeben, \u201eMenschen mit Migrationshintergrund lebten in Hoyersweda grunds\u00e4tzlich nicht mehr oder weniger gef\u00e4hrlich als in anderen St\u00e4dten Deutschlands.&#8220;. Es werden weder der Sicherheitsdienst noch die Polizeipr\u00e4senz erh\u00f6ht, eine 25 Personen starke Nazigruppierung in dem Bezirk scheint in der Einsch\u00e4tzung auch nicht ber\u00fccksichtigt zu werden. Auch Angriffe mit Flaschen und Feuerwerksk\u00f6rpern auf das Heim um Ostern herum scheinen f\u00fcr die Polizeif\u00fchrung kein Grund zur Sorge zu sein. M\u00f6glicherweise h\u00e4tten die Bewohner*innen die B\u00f6ller auch selbst gez\u00fcndet.<\/p>\n<p>Die Vorf\u00e4lle machen schon f\u00fcr sich genommen betroffen, verbunden mit den rassistsichen Aussschreitungen in Hoyerswerda 1991 machen sie vorallem Angst, was noch passieren wird.<br \/>\nH\u00f6rt man den Begriff Hoyerswerda, sind die ersten Assoziationen sofort die Attacken mit Molotovcocktails und anderen Waffen auf die Fl\u00fcchtlingsunterkunft und deren Bewohner. Die T\u00e4ter*innen waren damals keineswegs nur organisierte Neonazis, sondern vorallem auch ein mehrere hundert Menschen starker deutscher Mob. Dass sich auch nach 22 Jahren nicht viel ge\u00e4ndert hat, zeigen die j\u00fcngsten Vorkommnisse.<br \/>\nDer Umgang der Polizei mit den zahllosen Angriffen ist wieder einmal bezeichnend, auch 1991 wurde kaum gegen den Mob vorgegangen. In der jetzigen Situation wegzuschauen und die lebenswichtige und notwendige Hilfe zu verweigern, ist menschenverachtend und nicht hinnehmbar!<br \/>\nWir zeigen uns solidarisch mit allen Gefl\u00fcchteten, in Hoyerswerda und anderswo! Der Rassismus von rechts und aus der Mitte muss weiterhin bek\u00e4mpft werden! Nie wieder Hoyerswerda und Lichtenhagen!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>22 Jahre nach den schweren, rassistsichen Angriffen auf ein Fl\u00fcchtlingsheim in Hoyerswerda, werden die Bewohner*innen des im Februar eingeweihten Asylbewerber*innenheims erneut von \u00dcbergriffen in Angst und Schrecken versetzt. 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