{"id":1521,"date":"2015-09-21T21:15:16","date_gmt":"2015-09-21T19:15:16","guid":{"rendered":"http:\/\/aah.noblogs.org\/?p=1521"},"modified":"2015-09-21T21:15:16","modified_gmt":"2015-09-21T19:15:16","slug":"antifa-supports-refugees-welcome","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/aah.noblogs.org\/?p=1521","title":{"rendered":"Antifa supports Refugees Welcome"},"content":{"rendered":"<p>via <a href=\"https:\/\/aa170.noblogs.org\">AutonomeAntifa170<\/a><\/p>\n<p>Am 26. September findet in Dortmund eine <a href=\"https:\/\/refugeeswelcomedo.noblogs.org\/demonstration-solidaritaet-mit-allen-gefluechteten\/\">Demonstration f\u00fcr Solidarit\u00e4t mit allen Gefl\u00fcchteten<\/a> statt. Die Autonome Antifa 170 ruft dazu auf, an der Demonstration teilzunehmen.<\/p>\n<p>In der aktuellen Situation, gepr\u00e4gt von beispielloser Hetze durch Rechte auf der einen und unglaublicher Unterst\u00fctzung durch Helfer_innen auf der anderen Seite versuchen wir mit unserem Aufruf die Rolle der Antifa in dieser Bewegung einzuordnen und rufen andere Antifaschistische Gruppen dazu auf, sich uns anzuschlie\u00dfen und gemeinsam f\u00fcr Solidarit\u00e4t mit Gefl\u00fcchteten und gegen die Angriffe durch Neonazis und b\u00fcrgerliche Rassisten zu k\u00e4mpfen.<\/p>\n<p><strong>Demo am 26.09.2015, 15:00 Uhr, <a href=\"http:\/\/www.openstreetmap.org\/?mlat=51.51606&amp;mlon=7.45977#map=18\/51.51606\/7.45977\">Katharinentreppen<\/a><\/strong><!--more--><\/p>\n<p>Begleitend zu unserem Demoaufruf m\u00f6chten wir in einer Veranstaltung die Vorf\u00e4lle dieses Sommers mit den Pogromen Anfang der 90er Jahre vergleichen. F\u00fcr die Veranstaltung konnten wir einen Referenten gewinnen, der damals schon in Antifa-Zusammenh\u00e4ngen aktiv war und sich daran beteiligt hat, dem Mob etwas wirksames entgegenzusetzen. Ziel der Veranstaltung ist es, den historischen R\u00fcckblick auf die 1990er Jahre zu nutzen, um zu einer klareren Analyse der heutigen Situation zu kommen. Nach dem Vortrag m\u00f6chten wir mit allen \u00fcber \u00c4hnlichkeiten und Unterschiede zu damals ins Gespr\u00e4ch kommen und vor allem \u00fcber wirksame Interventionsm\u00f6glichkeiten ins Gespr\u00e4ch kommen. <a href=\"https:\/\/aa170.noblogs.org\/post\/2015\/09\/08\/veranstaltung-von-hoyerswerda-bis-heidenau-comeback-der-90er\/\">Mehr Infos<\/a><\/p>\n<p><strong>Mittwoch, 16.09.2015, 19:00 Uhr im <a href=\"http:\/\/nrdpl.org\">Nordpol<\/a><\/strong><\/p>\n<p>Aufruf der Autonomen Antifa 170 zur Demonstration \u201cSolidarit\u00e4t mit allen Gefl\u00fcchteten\u201d am 26. September in Dortmund<span id=\"more-1207\"><\/span><\/p>\n<h2>Antifa Supports Refugees Welcome!<\/h2>\n<p>Der Sommer 2015 neigt sich dem Ende entgegen, und er war widerlich. Dutzende Brandanschl\u00e4ge auf Unterk\u00fcnfte f\u00fcr Ayslbewerber, rassistische Zusammenrottungen vor ihren T\u00fcren und Gesetzesversch\u00e4rfungen im Asylrecht sind die Ausw\u00fcchse einer rassistischen Mobilisierung, die von Neonazis \u00fcber Teile des B\u00fcrgertums bis in die Bundespolitik reicht. Parallelen zur Pogromstimmung der 1990er Jahre liegen nahe. Und mehr als einmal mussten sich in den lezten Monaten linksradikale und antifaschistische Gruppen sch\u00fctzend vor Fl\u00fcchtlingsheime stellen, weil die Polizei es nicht wollte oder konnte.<\/p>\n<p>Anders als in den zurzeit viel zitierten 1990er Jahren gibt es aber im Anschlagssommer 2015 auch eine Welle der Solidarit\u00e4t mit Gefl\u00fcchteten. An vielen Orten, vielleicht sogar der Mehrzahl, entstehen B\u00fcrgerinitiativen, die sich die Unterst\u00fctzung der Refugees mit Sachspenden, Deutschkursen, Rechtsberatung, Abschiebeblockaden und vielem mehr zum Ziel gesetzt haben. Unter der Parole \u201cRefugees Welcome\u201d hat sich eine Bewegung entwickelt, die sich der Hetze und der Gewalt gegen Gefl\u00fcchtete entgegenstellt.<\/p>\n<p>Wenn Antifaschismus nicht nur der Abwehrkampf gegen die \u00fcbelsten Ausw\u00fcchse des Neonazismus sein soll, ist es notwendig, die Verbindung zu anderen politischen Bewegungen zu suchen und auszubauen. F\u00fcr uns ist es daher selbstverst\u00e4ndlich, die Solidarit\u00e4t mit den Gefl\u00fcchteten zu unterst\u00fctzen, wo es uns m\u00f6glich ist. Als Antifagruppe wollen wir da sein, wenn rechte Gruppierungen gegen Gefl\u00fcchtete mobil machen \u2013 ob gegen ein Protestcamp in Dortmund oder eine Unterkunft in Heidenau. Neonazis versuchen im ganzen Land mit unterschiedlichem Erfolg, rechtsoffene Anwohner_innen gegen Gefl\u00fcchtete in ihrer Nachbarschaft aufzuhetzen. Hier muss eine antifaschistische Bewegung intervenieren. Mit Aufkl\u00e4rung \u00fcber die Hetzer, aber auch mit direkten Aktionen gegen diejenigen, die Bierflaschen oder Brands\u00e4tze werfen.<\/p>\n<p>Es ist dabei wichtig, konkrete Hilfe f\u00fcr Gefl\u00fcchtete und politische Interventionen nicht gegeneinander auszuspielen. Um es ganz klar zu sagen: Es ist richtig und wichtig, Kleidung, Spielzeug und Deutschkurse f\u00fcr Gefl\u00fcchtete zu organisieren. Der absch\u00e4tzige Blick derjenigen, die sich aus ihrem militanten Selbstverst\u00e4ndnis zu fein sind, solche Hilfe als essentiellen Teil des Kampfes gegen Rassismus zu w\u00fcrdigen, ist nicht weniger reaktion\u00e4r als das Gejammer der Leute, die Gewaltfreiheit um jeden Preis wollen und noch der Intervention in Heidenau vorwerfen, der \u201cSache\u201d zu schaden. Wir brauchen einen positiven Bezug der verschiedenen Aktionsformen untereinander, wollen wir uns nicht isolieren und marginalisieren lassen.<\/p>\n<p>Verzichten k\u00f6nnen wir allerdings auf den Zuspruch derjenigen, die in Pressekonferenzen das Engagement der Ehrenamtlichen loben und gleichzeitig Asylrechtsversch\u00e4rfungen ins Werk setzen, die Gefl\u00fcchteten aus den Balkanstaaten pauschal ihre Fluchtgr\u00fcnde absprechen und sie in Speziallager sperren, um m\u00f6glichst effektiv abschieben zu k\u00f6nnen. Deren Antwort auf die Toten an den Grenzen nicht etwa sichere Fluchtwege, sondern die Versch\u00e4rfung der Abschottung und damit der Lebensgefahr auf dem Weg nach Europa ist. Die sich an Pegida-Demonstrationen heranwanzen, um dann in Heidenau emp\u00f6rt zu tun, wenn die rassistische Saat aufgeht. Mit diesen Leuten haben wir keine gemeinsamen Ziele, diese Leute stehen uns im Weg. Merkel, Gabriel, Ulbig und Tillich, Kraft und J\u00e4ger, Sierau und Hetmeier, sie m\u00f6gen bitte die Fresse halten.<\/p>\n<p>Die Konsequenz aus den Ereignissen der letzten Monate kann deshalb nur sein, sich zu organisieren. Bildet Antifagruppen oder schlie\u00dft euch aktiven Gruppen an. Gr\u00fcndet einen Unterst\u00fctzer_innenkreis f\u00fcr Gefl\u00fcchtete oder helft den bestehenden bei ihrer Arbeit. Stellt euch mit euren Freunden gegen die Angriffe auf Gefl\u00fcchtete, seien es Abschieber in Uniform oder Schl\u00e4ger mit Deutschlandfahnen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>via AutonomeAntifa170 Am 26. September findet in Dortmund eine Demonstration f\u00fcr Solidarit\u00e4t mit allen Gefl\u00fcchteten statt. Die Autonome Antifa 170 ruft dazu auf, an der Demonstration teilzunehmen. 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