{"id":2074,"date":"2019-10-08T15:34:29","date_gmt":"2019-10-08T13:34:29","guid":{"rendered":"https:\/\/aah.noblogs.org\/?p=2074"},"modified":"2019-10-08T15:34:29","modified_gmt":"2019-10-08T13:34:29","slug":"kentroper-weg-18-ist-thema-im-landtag-antifa-nazizentrum-sofort-dichtmachen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/aah.noblogs.org\/?p=2074","title":{"rendered":"Kentroper Weg 18 ist Thema im Landtag Antifa: \u201eNazizentrum sofort dichtmachen!\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Das Nazizentrum am Kentroper Weg 18 ist nun auch Thema im Landtag. Die Fraktion B\u00fcndnis 90\/Die Gr\u00fcnen hat Anfang September eine Kleine Anfrage gestellt, in der es auch um das Konzert am 17. August geht. <strong>[1]<\/strong><\/p>\n<p>Im Vorfeld der als \u201eSommerfest\u201c angek\u00fcndigten Veranstaltung hatte die Stadtverwaltung Hamm eine Verbotsverf\u00fcgung erlassen, am Veranstaltungstag selbst war sie aber nicht eingeschritten. Vor den Augen der Ordnungsbeh\u00f6rden reisten Neonazis aus dem gesamten Bundesgebiet an. Drei Rechtsrock-Bands, darunter auch die zum in Deutschland verbotenen Netzwerk \u201eBlood &amp; Honour\u201c z\u00e4hlende Band \u201eSn\u00f6rfrid\u201c aus Schweden, traten auf. <strong>[2]<\/strong> Die Verantwortlichen der Stadt erkl\u00e4rten, sie h\u00e4tte keine rechtliche Handhabe gehabt, das Gel\u00e4nde zu betreten. Man ging offenbar weiter davon aus, dass es sich bei dem Konzert mit 20 Euro Eintrittspreis um eine \u201ePrivatveranstaltung\u201c gehandelt habe und zweifelte an, dass die Konzerteinladung tats\u00e4chlich \u00f6ffentlich zug\u00e4nglich war.<\/p>\n<p>Aus der Antwort der Landesregierung auf die Kleine Anfrage ist ersichtlich, dass es im Vorfeld des Konzerts am 17. August kein Ersuchen um Amtshilfe oder anderweitige Unterst\u00fctzung seitens der Landesbeh\u00f6rden durch die Stadt Hamm gegeben habe.<\/p>\n<p>\u201eEs verwundert uns, dass die Stadt Hamm nicht um Unterst\u00fctzung seitens der Landesbeh\u00f6rden gebeten hat, um das Konzert am 17. August zu unterbinden. Wir halten den Umgang mit der Veranstaltung im Kentroper Weg f\u00fcr einen gro\u00dfen Fehler. Den Neonazis wurde signalisiert, dass selbst ein durch die Stadt erlassenes Verbot f\u00fcr sie keine Konsequenzen hat. Das kommt einem Freibrief gleich\u201c, so Michael Tillmann, Sprecher der \u201eAntifaschistischen Aktion Hamm\u201c.<\/p>\n<p>Die Landesregierung erkl\u00e4rte zudem, dass eine konkrete Abstimmung oder Beratung der Stadt Hamm durch den Verfassungsschutz auch nicht durchgef\u00fchrt worden sei. Tillmann dazu: \u201eUns dr\u00e4ngt sich der Eindruck auf, dass auch seitens des Verfassungsschutzes die Bedeutung des Kentroper Weges 18 als Nazizentrum kleingeredet wird.\u201c Dazu passe, dass sich der Verfassungsschutz NRW erst in diesem Jahr zum ersten Mal \u00f6ffentlich \u00fcber das Nazizentrum berichtet habe, so Tillmann. Die Immobilie werde aber seit \u00fcber sieben Jahren von der Neonaziszene genutzt.<\/p>\n<p>\u201eDurch die Immobilie am Kentroper Weg ist Hamm zum wichtigsten Ort f\u00fcr die Rechtsrock-Szene in NRW geworden. Seit Jahren weisen wir auf dieses Problem hin. Nach unserer Z\u00e4hlungen fanden seit 2012 mindestens 30 Konzerte und Liedermacherabende statt\u201c, so Tillmann.<\/p>\n<p>Die Bedeutung des Zentrums wird auch aus der Antwort der Landesregierung deutlich. 16 Musikveranstaltungen registrierten die Beh\u00f6rden seit Januar 2016. Hinzukommen weitere Feiern und Vortr\u00e4ge mit Neonazis und ehemaligen SS-M\u00e4nnern. Aus der Antwort ergibt sich auch, dass die Immobilie nicht nur vom lokalen Kreisverband von \u201eDie Rechte\u201c, sondern ebenso vom \u201eNPD Kreisverband Unna\/Hamm\u201c sowie den \u201eSkinheads S\u00fcdwestfalen\u201c und der aus dem Allg\u00e4u stammenden Gruppe \u201eVoice of Anger\u201c genutzt wird.<\/p>\n<p>Keine Angaben macht die Landesregierung dazu, ob die Immobilie auch von \u201eCombat 18 Deutschland\u201c genutzt wird. Laut einer anderen j\u00fcngst ver\u00f6ffentlichen Antwort auf eine parlamentarische Anfrage wohnt ein von insgesamt acht nordrhein-westf\u00e4lischen Mitgliedern von \u201eCombat 18\u201c in Hamm. <strong>[3]<\/strong><\/p>\n<p>\u201eDas Nazizentrum am Kentroper Weg muss so schnell wie m\u00f6glich dicht gemacht werden. Nur dadurch k\u00f6nnen Rechtsrockkonzerte, Veranstaltungen und weitere Einnahmen, die der Hammer-Neonaziszene zugute kommen verhindert werden\u201c, so Michael Tillmann von der \u201eAntifaschistischen Aktion Hamm.\u201c<\/p>\n<p><strong>[1]<\/strong> Antwort auf Kleine Anfrage 17\/7339, <a href=\"https:\/\/www.landtag.nrw.de\/Dokumentenservice\/portal\/WWW\/dokumentenarchiv\/Dokument\/MMD17-7550.pdf\">https:\/\/www.landtag.nrw.de\/Dokumentenservice\/portal\/WWW\/dokumentenarchiv\/Dokument\/MMD17-7550.pdf<\/a><br \/>\n<strong>[2]<\/strong> siehe unsere PM vom 23. Juli 2019, <a href=\"https:\/\/aah.noblogs.org\/?p=2049\">https:\/\/aah.noblogs.org\/?p=2049<\/a><br \/>\n<strong>[3]<\/strong> Drucksache 17\/7480, <a href=\"https:\/\/www.landtag.nrw.de\/portal\/WWW\/dokumentenarchiv\/Dokument\/MMD17-7480.pdf\">https:\/\/www.landtag.nrw.de\/portal\/WWW\/dokumentenarchiv\/Dokument\/MMD17-7480.pdf<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Nazizentrum am Kentroper Weg 18 ist nun auch Thema im Landtag. Die Fraktion B\u00fcndnis 90\/Die Gr\u00fcnen hat Anfang September eine Kleine Anfrage gestellt, in der es auch um das Konzert am 17. August geht. 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