{"id":35,"date":"2010-04-28T14:29:48","date_gmt":"2010-04-28T12:29:48","guid":{"rendered":"http:\/\/aah.noblogs.autistici.org\/post\/2010\/04\/28\/den-pro-nrw-kundgebungen-am-4-mail-contra-geben\/"},"modified":"2010-04-28T14:29:48","modified_gmt":"2010-04-28T12:29:48","slug":"den-pro-nrw-kundgebungen-am-4-mail-contra-geben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/aah.noblogs.org\/?p=35","title":{"rendered":"Den PRO NRW Kundgebungen am 4. Mai Contra Geben!"},"content":{"rendered":"<p>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/antifaunited.blogsport.de\/images\/contrageben.jpg\" width=\"432\" height=\"189\" \/><\/p>\n<p>Die extrem rechte Partei &bdquo;Pro NRW&ldquo; plant eine Wahlkampftour durch<br \/>\nNRW, die am 3. Mai in Porta Westfalica starten und am 8. Mai in<br \/>\nD&uuml;sseldorf enden soll. Am 4. Mai sind vier Stationen vorgesehen:<br \/>\nPaderborn (10.30 Uhr), Soest (13.00 Uhr), Unna (15.45 Uhr) und Dortmund<br \/>\n(17.30 Uhr). Hauptredner der Veranstaltung wird der deutsch-schwedische<br \/>\nMillion&auml;r Patrik Brinkmann sein, der im letzten Jahr noch Mitglied der<br \/>\n&bdquo;Deutschen Volksunion&ldquo; (DVU) war.\n<\/p>\n<p>\n&bdquo;Pro NRW&ldquo; tritt zum ersten Mal zu einer Landtagswahl an. Die Partei,<br \/>\ndie sich selbst &bdquo;B&uuml;rgerbewegung&ldquo; nennt, ist aus der lokalen<br \/>\nW&auml;hlergemeinschaft &bdquo;Pro K&ouml;ln&ldquo; entstanden, die im Rat der Domstadt sitzt.<br \/>\nGr&uuml;nder und F&uuml;hrungspersonal von &bdquo;Pro K&ouml;ln&ldquo; und &bdquo;Pro NRW&ldquo; waren zuvor<br \/>\nbereits in anderen extrem rechten Parteien wie den Republikanern, der<br \/>\nNPD oder der &bdquo;Deutschen Liga f&uuml;r Volk und Heimat&ldquo; organisiert. &bdquo;Pro NRW&ldquo;<br \/>\nist keine B&uuml;rgerbewegung im &uuml;blichen Sinne, sondern der Versuch ein<br \/>\nextrem rechtes Parteiprojekt mit diesem Label zu tarnen. <!--more-->\n<\/p>\n<p>\nUm den Schein zu wahren, grenzt sich &bdquo;Pro NRW&ldquo; auch von der NPD ab.<br \/>\n&bdquo;Pro NRW&ldquo; m&ouml;chte als konservativ und rechtspopulistisch sowie als<br \/>\n&bdquo;Anti-Islam-Partei&ldquo; wahrgenommen werden. Rechtspopulismus bezeichnet in<br \/>\nerster Linie eine politische Strategie und bedeutet nicht, dass die<br \/>\nForderungen von &bdquo;Pro NRW&ldquo; weniger rassistisch und diskrimierend sind als<br \/>\ndie anderer extrem rechter Parteien.\n<\/p>\n<p>\n&Auml;hnlich wie die Republikaner betont &bdquo;Pro NRW&ldquo; ihre angebliche<br \/>\n&bdquo;Verfassungstreue&ldquo;. Die NPD wirbt hingegen mit der Versicherung eine<br \/>\n&bdquo;Anti-System-Partei&ldquo; sein zu wollen und stellt sich st&auml;rker in die<br \/>\nTradition des historischen Faschismus. Damit sind aber die wesentlichen<br \/>\nUnterschiede der Parteien benannt. Denn inhaltlich bestehen in vielen<br \/>\nPunkten kaum Unterschiede zwischen NPD und &bdquo;Pro NRW&ldquo;. Sie eint vor allem<br \/>\nihr Rassismus. Das Hauptthema von &bdquo;Pro NRW&ldquo; ist die Agitation gegen<br \/>\nMuslime. Unter der Parole des Kampfes gegen &bdquo;Islamisierung&ldquo; wollen sie<br \/>\ndie Rechte der hier lebenden Zugewanderten beschneiden. Es geht ihnen<br \/>\nnicht blo&szlig; um Moscheebauten oder Minarette, schon gar nicht um<br \/>\nReligionskritik oder die Emanzipation von Frauen. Sie lehnen die<br \/>\ninterkulturelle Gesellschaft, die in unserem Einwanderungsland l&auml;ngst<br \/>\nRealit&auml;t ist, radikal ab. &bdquo;Pro NRW&ldquo; sch&uuml;rt &Auml;ngste vor &bdquo;&Uuml;berfremdung&ldquo; und<br \/>\nhofft von den weit verbreiteten Ressentiments gegen&uuml;ber dem Islam<br \/>\nprofitieren zu k&ouml;nnen.\n<\/p>\n<p>\n&bdquo;Pro NRW&ldquo; sammelt die Entt&auml;uschten und Gescheitern aus anderen<br \/>\n(extrem) rechten Wahlparteien ein. Vor allem Mitglieder der Republikaner<br \/>\nsind &uuml;bergetreten, aber auch einige CDU-Rechtsausleger wechselten das<br \/>\nParteibuch. International praktiert &bdquo;Pro NRW&ldquo; mit extrem rechten<br \/>\nParteien wie der FP&Ouml; (A), Vlaams Belang (B) oder der Lega Nord (I).<br \/>\nStark ist &bdquo;Pro NRW&ldquo; vor allem im Rheinland, in unserer Region sind sie<br \/>\nnoch unbedeutend. Wirklich gro&szlig; ist &bdquo;Pro NRW&ldquo; allerdings mit Worten: Sie<br \/>\nist eine Partei des Superlativs und des ewigen Erfolges. Die regelm&auml;&szlig;ig<br \/>\nzu Hunderten oder gar Tausenden angek&uuml;ndigten MitstreiterInnen<br \/>\nentpuppen sich ebenso regelm&auml;&szlig;ig als ein kleines H&auml;uflein und selbst nur<br \/>\neingeschr&auml;nkt abgehaltene Veranstaltungen werden zu &bdquo;Meilensteinen&ldquo; der<br \/>\nParteigeschichte. Deswegen sollte die Ank&uuml;ndigung, die Wahlkampftour<br \/>\nbeinhalte eigene Pro-NRW-Busse, Lautsprecherwagen und<br \/>\nHubschraubereins&auml;tze, nicht zu hoch bewertet werden.\n<\/p>\n<p>\nErnst nehmen m&uuml;ssen wir aber die Gefahr, die von &bdquo;Pro NRW&ldquo; und ihrem<br \/>\nRassismus ausgeht. Deswegen wollen wir man 4. Mai ein starkes Zeichen<br \/>\ngegen die rassistische Hetze setzen. Es geht darum, die Idee einer<br \/>\noffenen und interkulturellen Gesellschaft gegen die rassistische<br \/>\nAusgrenzung, f&uuml;r die &bdquo;Pro NRW&ldquo; steht, zu verteidigen. Dem rassistischen<br \/>\nWahn, seinen Praktiken der Ausgrenzung und des Normierungsdruckes wollen<br \/>\nwir unsere Vorstellung einer solidarischen Gesellschaft entgegen<br \/>\nsetzen, in der Herkunft, Geschlecht und Religionszugeh&ouml;rigkeit nicht<br \/>\nl&auml;nger die Legitimation f&uuml;r Diskriminierung, Unterdr&uuml;ckung und<br \/>\nUngleichheit sind. Diese solidarische und freie Gesellschaft ist in der<br \/>\nbestehenden nicht verwirklicht, sie ist ein Ziel, f&uuml;r dass es sich zu<br \/>\nk&auml;mpfen lohnt. Auch offensiv gegen die Vorst&ouml;&szlig;e von rechtsau&szlig;en.\n<\/p>\n<p>\nDarum: Keine Stimme f&uuml;r &bdquo;Pro NRW&ldquo;! Gegen die rassistische Hetze!<br \/>\nProtestiert gegen die Wahlkampfauftritte der RassistInnen-Partei!\n<\/p>\n<p>\n* Auch in den anderen betroffenen St&auml;dten planen antifaschistische<br \/>\nGruppen Protestaktionen. Ende M&auml;rz hatten bereits Tausende<br \/>\nGegendemonstranten in Gelsenkirchen und Duisburg gegen &bdquo;Pro NRW&ldquo;<br \/>\ndemonstriert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die extrem rechte Partei &bdquo;Pro NRW&ldquo; plant eine Wahlkampftour durch NRW, die am 3. Mai in Porta Westfalica starten und am 8. Mai in D&uuml;sseldorf enden soll. Am 4. 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