{"id":524,"date":"2011-08-02T07:17:34","date_gmt":"2011-08-02T05:17:34","guid":{"rendered":"http:\/\/aah.noblogs.org\/?p=524"},"modified":"2011-08-02T07:26:50","modified_gmt":"2011-08-02T05:26:50","slug":"gegen-rassismus-und-soziale-ausgrenzung-fur-eine-freie-welt-ohne-grenzen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/aah.noblogs.org\/?p=524","title":{"rendered":"Gegen Rassismus und soziale Ausgrenzung! F\u00fcr eine freie Welt ohne Grenzen!"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/okt1.noblogs.org\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/okt1.noblogs.org\/files\/2011\/06\/banner-okt1.jpg\" alt=\"\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>Wieder Naziaufmarsch in Hamm!<\/strong><\/p>\n<p>F\u00fcr den 01. Oktober k\u00fcndigt die Kameradschaft Hamm (KSH) einen  Aufmarsch unter dem Motto \u201eStoppt den Volkstod \u2013 Wir lassen uns nicht  BRDigen\u201c an. Nachdem Nazis aus Hamm und Umgebung bereits letztes Jahr  durch den Hammer Westen unter dem Motto \u201eDas System bringt uns den  Volkstod &#8211; Freie V\u00f6lker statt freie Grenzen\u201c marschieren durften,  versucht die hiesige Neonaziszene nun scheinbar, eine j\u00e4hrliche  Demonstration im Oktober zu etablieren.<br \/>\nDer Aufruf f\u00fcr den diesj\u00e4hrigen Aufmarsch bleibt derselbe, mit  antisemitischer und rassistischer Hetze warnen sie vor einem drohenden  \u201eVolkstod\u201c, der nur durch einen \u201eNationalen Sozialismus\u201c \u00fcberwunden  werde k\u00f6nne.<!--more--><\/p>\n<p>Der Blick auf die Redner_innenliste zeigt neben vertrauten Gesichtern  wie Axel Reitz oder den NPD-Kreisvorsitzenden Hans Jochen Vo\u00df eine  Besonderheit. Angek\u00fcndigt als ein \u201eechtes Original aus der  Reichshauptstadt\u201c sticht Arnulf Priem hervor.<\/p>\n<p>Arnulf Priem (Jahrgang 1950) z\u00e4hlte bis vor zwei Jahrzehnten zu den  wichtigsten Neonazi-Anf\u00fchrern Deutschlands. Er war Kopf der \u201eKampfgruppe  Priem\u201c, Gr\u00fcnder des Nazi-Rocker-Vereins \u201eWotans Volk\u201c und Mitglied der  F\u00fchrungsriege der \u201eGesinnungsgemeinschaft der Neuen Front\u201c.  Priem sa\u00df  unter anderem Mitte der 90er wegen der \u201eBildung eines bewaffneten  Haufens\u201c und unerlaubten Waffenbesitzes in Haft.<\/p>\n<p><strong>Die Kameradschaft Hamm<\/strong><strong> <\/strong><strong> &#8211; Zwischen Militanz\u2026<\/strong><\/p>\n<p>In Hamm existiert eine \u00fcber Jahre gewachsene Neonazi-Szene. Die  Kameradschaft Hamm (KSH) gr\u00fcndete sich Anfang 2003 und war sp\u00e4ter Teil  des Aktionsb\u00fcro Westdeutschland. Bis 2006 fanden insgesamt neun  Kundgebungen statt, dann wurde es aufgrund der Inhaftierung des  Kameradschaftsf\u00fchrers Sascha Krolzig ruhiger um die Szene. Doch vor  allem in den letzten zwei Jahren tritt die Kameradschaft wieder st\u00e4rker  auf und scheint viel Zeit in Vernetzungsarbeit zu investieren.<br \/>\nWie gut sie mit Gruppen anderer St\u00e4dte vernetzt ist, zeigte sich vor  allem bei einem Neonaziaufmarsch in Soest im Februar 2011, dessen  Organisation ma\u00dfgeblich die Kameradschaft Hamm \u00fcbernahm.<br \/>\nZu ihrer \u201epolitischen Arbeit\u201c in Hamm geh\u00f6ren Einsch\u00fcchterungen und  \u00dcbergriffe auf vermeintliche politische Gegner_innen zur g\u00e4ngigen  Praxis. Als Beispiel seien hier mehrere Angriffe auf das B\u00fcro der Partei  Die Linke zu nennen (<a href=\"https:\/\/aah.noblogs.org\/archives\/283\" target=\"_blank\">Artikel<\/a>).<br \/>\nObwohl die KSH Hamm als \u201eihre Stadt\u201c bezeichnet und als Markierung ihres \u201eNazi-Kiezes\u201c immer wieder Hakenkreuze (<a href=\"https:\/\/aah.noblogs.org\/archives\/60\" target=\"_blank\">Artikel<\/a>), Parolen wie \u201eHolocaust=L\u00fcge\u201c oder \u201eJuden raus\u201c  (<a href=\"https:\/\/aah.noblogs.org\/archives\/30\" target=\"_blank\">Artikel<\/a>)  im Stadtgebiet verbreitet, wird die Existenz einer organisierten  Neonazistruktur in Hamm von Seiten der Stadtverwaltung und einem  Gro\u00dfteil der b\u00fcrgerlichen Mitte ignoriert oder gar bestritten.<br \/>\nGegenaktivit\u00e4ten werden in den meisten F\u00e4llen unterbunden, wie zum  Beispiel eine Demonstration gegen den Naziaufmarsch 2010, die mit  fadenscheinigen Gr\u00fcnden verboten wurde.<\/p>\n<p>Die Situation in Hamm ist ein gutes Beispiel daf\u00fcr, dass Rassismus  und rechtes Gedankengut nicht durch Ignoranz zu bek\u00e4mpfen sind. Ein  konsequentes Eintreten gegen Rechts muss auch immer der Weg auf die  Stra\u00dfe sein.<\/p>\n<p><strong>\u2026und \u201eMitte des Volkes\u201c \u2013 Rassismus vom Rand zur Mitte<\/strong><\/p>\n<p>Rechtes Gedankengut und Rassismus finden verst\u00e4rkt wieder Zugang zur  \u201eb\u00fcrgerlichen Mitte\u201c. Das wurde nach der Ver\u00f6ffentlichung des als  Sachbuch deklarierten rassistischen Bestsellers \u201eDeutschland schafft  sich ab\u201c von Thilo Sarrazin sehr deutlich. Viel schlimmer als das Buch  selbst, in dem der Autor eugenische Z\u00fcchtigungs- und Selektionstheorien  zur Steuerung gesellschaftlicher Prozesse propagiert, ist die sogenannte  \u201eIntegrationsdebatte\u201c, die nach der Ver\u00f6ffentlichung entbrannte und  durch die mediale und politische Vermarktung derartiger Thesen  angefeuert wurde.<\/p>\n<p>Unter dem Deckmantel der Meinungsfreiheit und Enttabuisierung werden  in Bild-Zeitung und anderen Medien regelm\u00e4\u00dfig  antimuslimisch-rassistische Ressentiments bedient und Hau-Drauf-Parolen  \u00fcber die \u201eFaulen\u201c und \u201eVerschleierten\u201c geliefert. Aber auch in der  besitzb\u00fcrgerlichen Presse wie zum Beispiel der FAZ wird auf subtile Art  gegen den Islam gehetzt und Rassismus in der konservativ b\u00fcrgerlichen  Mitte verankert und gefestigt.<br \/>\nDurch den politisch und medial hoch gepuschten Kulturkampf werden  Feindbilder geschaffen, Muslime werden pauschal zu Islamisten  stilisiert, mindestens aber sind sie die \u201eFremden\u201c, die sich nicht an  eine \u201edeutsche Leitkultur\u201c anpassen wollen.<br \/>\nDieser Kulturrassismus, dem der Rechtspopulismus Ausdruck verleiht,  zielt auf die politische Mitte. \u00c4ngste werden gesch\u00fcrt, Symptome anstatt  Ursachen problematisiert und durch religi\u00f6s verklausulierten Rassismus  und nationalistischem Anti-EU Protest simple Feindbilder erzeugt. In  Verbindung mit jenen \u201eIntegrationsdebatten\u201c erhalten sie so eine  besorgniserregend hohe Wirkungsm\u00e4chtigkeit. In vielen europ\u00e4ischen  L\u00e4ndern ist die b\u00fcrgerlich getarnte Rechte auf dem Vormarsch: Ob in den  skandinavischen L\u00e4ndern, wo in Norwegen nun ein trauriges Beispiel des  fatalen Finals dieses Rassenwahns sichtbar wurde; ob in Frankreich unter  Le Pen, den Niederlanden unter Geert Wilders, in \u00d6sterreich erst unter  Haider und jetzt unter H.C. Strache: Der Rechtspopulismus wird und ist  bereits der Steigb\u00fcgelhalter des tagt\u00e4glichen Rassismus aus der Mitte  der Gesellschaft.<br \/>\nDas Ergebnis der j\u00fcngsten Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung \u201eDie Mitte  in der Krise \u2013 rechtsextreme Einstellungen in Deutschland 2010\u201c  entspricht solchen Entwicklungen. Rund ein Viertel der Befragten stimmen  ausl\u00e4nderfeindlichen Aussagen zu. Die Zustimmung zu Islamfeindlichen  Aussagen ist auf \u00fcber 50 Prozent angestiegen.<br \/>\nDoch man sollte nicht meinen, dass lediglich eine Verschiebung der  Feindbilder stattfindet. Auch Antisemitismus ist in Deutschland \u00fcber 65  Jahre nach der Shoah immer noch weit verbreitet. Im Weltbild von  ungef\u00e4hr 20% der Deutschen finden sich antij\u00fcdische Einstellungen.<br \/>\nDas neue und gef\u00e4hrliche an dem Antisemitismus ist jedoch, dass er sich  oft hinter vermeintlicher Israelkritik versteckt bzw. sich als solche zu  legitimieren versucht.<\/p>\n<p>Diese Normalit\u00e4t von Antisemitismus und Islamophobie, der zu  beobachtende Alltagsrassismus, der sich in den K\u00f6pfen der Menschen immer  mehr festigt, ist besonders erschreckend. Denn allzu oft geht er einher  mit der Forderung, einen Strich unter die Geschichte zu ziehen, oder  gar mit dem Versuch, eine deutsche Kollektivschuld am Holocaust  abzulehnen und sich einer Verantwortung zu entziehen!<\/p>\n<p><strong>Grenzen &#8211; von sozialer Ausgrenzung bis zur Abschiebung<\/strong><\/p>\n<p><strong> <\/strong>Seit je her ist es in Krisenzeiten beliebt, sich  S\u00fcndenb\u00f6cke aus den Reihen der Arbeitslosen, sozial Schwachen oder  Migrant_innen zu suchen und diese zu stigmatisieren.<br \/>\nVon \u00f6ffentlich auftretenden Personen wie Sarrazin oder Sloterdijk, der  mitten in der Finanzmarktkrise 2009 in einem FAZ-Artikel die Schuld f\u00fcr  die leere Staatskasse bei den Arbeitslosen  suchte, wird die These von  \u201eden Staat Deutschland ausnutzenden asozialen Elementen\u201c in die Mitte  der Gesellschaft forciert. Die Verbreitung dieser Thesen, solche Gruppen  seien f\u00fcr die wirtschaftliche Krise verantwortlich, soll gezielt den  Blick der (noch) breiten und verunsicherten Mittelschicht nach unten  richten, auf die Verlierer der Krise, und nicht nach oben auf die  Verursacher.<br \/>\nDoch dies geht an der Wirklichkeit in Deutschland vorbei. Die Einkommen  sind seit der Gr\u00fcndung der Bundesrepublik so ungleich verteilt wie noch  nie. Die Ausbeutung der Leiharbeitnehmer_innen, die Ausweitung prek\u00e4rer  Besch\u00e4ftigung, Altersarmut und die Verfestigung von Arbeitslosigkeit als  soziales Milieu sind nur einige Beispiele der allt\u00e4glichen  gesellschaftlichen Ausgrenzungen. Die krisenhafte Gestalt des  Kapitalismus bringt diese Ausgrenzung aus sich selbst hervor. Sein  Herrschaftssystem funktioniert einzig \u00fcber die andauernde Leugnung der  eigentlichen Ursachen und Verursacher. Das kapitalistische  Heilsversprechen begr\u00fcndet sich auf seiner angeblichen  Naturgesetzm\u00e4\u00dfigkeit, und ist so der Ideologie eines \u201enationalen  Sozialismus\u201c erschreckend nah. Und am Ende werden die Menschen, die die  Krise am h\u00e4rtesten trifft, von der Gesellschaft marginalisiert und  ausgeschlossen. Dabei gehen kapitalistische Wirkungen und rassistische  Einstellungen oftmals bedrohliche Verbindungen ein.<\/p>\n<p>Opfer dieser sozialen Diskriminierung und rassistischen Ausgrenzung  sind vor allem Minderheiten. Ein Beispiel ist die Lage der Sinti und  Roma. Auf der Flucht vor Krieg und Verfolgung und auf der Suche nach  besseren Lebensbedingungen kamen sie ins westliche Europa. Die  entsetzliche Realit\u00e4t, der sie dort begegnen, ist tragischer Weise nicht  minder von sozialer Ausgrenzung durch Stigmatisierung und  Diskriminierung gekennzeichnet.<br \/>\nSie bekommen keine Aufenthaltserlaubnis und somit auch keine  Arbeitserlaubnis, ein rechtm\u00e4\u00dfiger Anspruch auf Sozialleistungen wird  ihnen verwehrt, und so ist vielen Sinti und Roma ein Leben unter  katastrophalen Wohn- und Lebensverh\u00e4ltnissen bestimmt.<br \/>\nIm Kampf gegen die Armut m\u00fcssen sie sich zudem vor neonazistischen  Angriffen f\u00fcrchten, wie k\u00fcrzlich ein Brandanschlag auf ein  Mehrfamilienhaus in Leverkusen zeigte, in dem Sinti und Roma wohnten.<br \/>\nDoch dies ist nur die Spitze eines Eisberges, der sich tagt\u00e4glich aus  der medialen Hetze gegen sie speist, die aus der Sicht vieler  Stadtverwaltungen ein wirtschaftliches und ordnungspolitisches Problem  darstellen. Dies liegt vor allem an der Mehrheitsbev\u00f6lkerung aus deren  Mitte jene Diskriminierung und jener Rassismus entspringt, der  ethnischen Minderheiten ein w\u00fcrdevolles Leben in Deutschland vielerorts  unm\u00f6glich macht.<br \/>\nSeit 2009, als der junge Staat Kosovo auf Druck der Bundesrepublik ein  R\u00fccknahmeabkommen einging, schiebt der deutsche Staat wieder massiv Roma  in den Kosovo ab, wo ihnen nichts als Verfolgung und ein Kampf ums  \u00dcberleben bevor stehen.<\/p>\n<p>Nicht nur die Minderheit der Sinti und Roma wird durch die  Ungerechtigkeiten des Asylrechts eine Existenz in Deutschland mit allen  Mitteln erschwert. J\u00e4hrlich suchen tausende Menschen Asyl in der  Bundesrepublik. Etwa ein Drittel der Asylantr\u00e4ge wird nicht einmal  inhaltlich gepr\u00fcft. Etwa 2% der Asylsuchenden erhalten Schutz nach dem  Grundgesetz, weitere 12% werden als Fl\u00fcchtlinge nach der Genfer  Konvention anerkannt.  Doch die gro\u00dfe Mehrheit von ca. 84% aller Antr\u00e4ge  werden abgelehnt! Die Betroffenen m\u00fcssen die Bundesrepublik verlassen  oder werden, wenn aufgrund fehlender Papiere eine Ausreise nicht m\u00f6glich  ist, geduldet, bis schlussendlich eine Abschiebung erfolgt. Dies kann  oft Jahre dauern.<br \/>\nDer Alltag der Menschen ist neben der immer pr\u00e4senten Angst vor der  Abschiebung gepr\u00e4gt von \u00bbSachleistungen\u00ab, einer ungen\u00fcgenden  Krankenversorgung, einem Lagerleben und sozialem Ausschluss.<\/p>\n<p>In der t\u00e4glichen Praxis von Ausgrenzungen und Abschiebungen spiegelt  sich eine der gr\u00f6\u00dften Ungerechtigkeiten des 21. Jahrhunderts wider.<\/p>\n<p><strong>Festung Europa<\/strong><\/p>\n<p>Die Zahl der Asylsuchenden in Deutschland und Europa bleibt im  Verh\u00e4ltnis zu anderen L\u00e4ndern, wie zum Beispiel Pakistan, Iran und  Syrien, die viel mehr Fl\u00fcchtlinge aufnehmen, gering. Dies liegt an der  Grenzabschottung und weiterentwickelten Strategien, Fl\u00fcchtlinge  fr\u00fchzeitig aufzuhalten.<br \/>\nDie EU hat es geschafft, nahezu alle Zug\u00e4nge zu ihrem Territorium zu verschlie\u00dfen.<br \/>\nGrenzsoldaten versuchen an den europ\u00e4ischen Au\u00dfengrenzen Tag und Nacht  mit modernster Technik, \u201eillegale\u201c Einwanderer von der EU fern zu  halten.<br \/>\nJ\u00e4hrlich sterben vor den Toren Europas hunderte M\u00e4nner, Frauen und  Kinder. Sie erfrieren beim Versuch, Grenzfl\u00fcsse zu durchschwimmen,  kommen im griechisch-t\u00fcrkischen Minenfeld um, ersticken versteckt im  LKW-Container. Im Mittelmeer ertrinken fast t\u00e4glich Menschen auf dem Weg  nach Norden. So umgibt Europa heute ein nasses Grab.<\/p>\n<p>An Flugh\u00e4fen, ebenfalls eine EU-Au\u00dfengrenze, stehen nicht selten  Beamtinnen und Beamte der Bundespolizei und von Frontex und filtern per  Gesichtskontrolle Verd\u00e4chtige heraus. Wer dann ohne oder mit gef\u00e4lschten  Papieren gefasst wird, landet im Flughafen in Haft, um entweder direkt  zur\u00fcckgeschoben zu werden oder aber in die von Isolation und Entrechtung  gekennzeichnete Internierungshaft zu kommen.<\/p>\n<p>Durch ihre Beteiligung an der Zerst\u00f6rung anderer L\u00e4nder durch Krieg  und Ausbeutung und ihre jahrelange Zusammenarbeit mit Unterdr\u00fcckern und  Diktatoren sind die europ\u00e4ischen Staaten daf\u00fcr verantwortlich, dass  Millionen von Menschen ihrer Lebensgrundlage beraubt und zur Flucht  gezwungen werden. Das EU-Grenzregime, deren Mittel h\u00e4ufig t\u00f6dlich und  immer gewaltt\u00e4tig sind, dient zur Aufrechterhaltung einer ungerechten  Weltordnung.<br \/>\nDas zeigt sich aktuell in einer EU-Politik, die gepr\u00e4gt ist von  rassistischer Hetze gegen nordafrikanische Migrant_innen, von zahllosen  R\u00fcckschiebungen, von noch sch\u00e4rferen Grenzkontrollen, sowohl innerer und  noch mehr \u00e4u\u00dferer Grenzen und Grenzvorposten in nordafrikanischen  L\u00e4ndern, sogenannten Auffanglagern..<\/p>\n<p>Als \u00f6ffentliche Reaktion auf die Fl\u00fcchtlinge entbrennt eine  widerliche Debatte, die jegliche politisch-geschichtliche Verantwortung,  die sich aus der Kolonisation und andauernden imperialistischen  Ausbeutung ergibt, von sich weist. Stattdessen wird der Umgang mit  Menschen von einem Selektionsdenken bestimmt, das die Fl\u00fcchtenden  einteilt in jene Migrant_innen, die \u201eEuropa braucht und jene, die es  eben nicht braucht\u201c.<br \/>\nEs wird dar\u00fcber diskutiert, ob die Fl\u00fcchtlinge ein \u201eitalienisches  Problem oder ein europ\u00e4isches\u201c sind und v\u00f6llig ausgeblendet, dass es  sich um Menschen handelt, die sich in einem t\u00e4glichen Kampf um Leben  oder Tod befinden!<br \/>\nDie Festung Europa ist eines: ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit!<\/p>\n<p><strong>Enough is enough! &#8211; Gegen allt\u00e4gliche Unzumutbarkeiten!<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>Wir werden den Aufmarsch der rechten Szene nicht unkommentiert lassen.<br \/>\nWir werden unsere Stimmen erheben: F\u00fcr eine tolerante Welt und gegen  jeden Rassismus. Gegen das t\u00e4gliche Unrecht der Ausgrenzung und  Ausbeutung  und f\u00fcr eine freie Welt ohne Kapitalismus. Gemeinsam f\u00fcr  Solidarit\u00e4t und gleiche Rechte f\u00fcr alle!<\/p>\n<p><strong>\u201eGegen Rassismus und soziale Ausgrenzung! F\u00fcr eine freie Welt ohne Grenzen!\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Im Anschluss an unsere Demo werden wir uns geschlossen zur Naziroute  bewegen, um ihnen kreativ, bunt und laut zu zeigen, dass sie nicht  willkommen sind!<\/p>\n<p>F\u00fcr einen konsequenten Antifaschismus!<\/p>\n<p><strong>01. Oktober \/\/ Hamm (Westf) \/\/ Demonstration<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wieder Naziaufmarsch in Hamm! F\u00fcr den 01. Oktober k\u00fcndigt die Kameradschaft Hamm (KSH) einen Aufmarsch unter dem Motto \u201eStoppt den Volkstod \u2013 Wir lassen uns nicht BRDigen\u201c an. 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