{"id":598,"date":"2011-10-05T20:41:45","date_gmt":"2011-10-05T18:41:45","guid":{"rendered":"http:\/\/aah.noblogs.org\/?p=598"},"modified":"2011-10-05T20:41:45","modified_gmt":"2011-10-05T18:41:45","slug":"auch-dieses-jahr-gibt%e2%80%99s-wieder-was-zu-meckern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/aah.noblogs.org\/?p=598","title":{"rendered":"Auch dieses Jahr gibt\u2019s wieder was zu meckern!"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/discrimination.blogsport.de\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone\" src=\"http:\/\/discrimination.blogsport.de\/images\/1discrimibanner.gif\" alt=\"\" width=\"468\" height=\"60\" \/><\/a><\/p>\n<p>In der L\u00fctmaserstra\u00dfe in H\u00f6xter stehen mehrere H\u00e4user, die als  \u201eFl\u00fcchtlingsunterk\u00fcnfte\u201c genutzt werden. Diese H\u00e4user werden von der  Stadt H\u00f6xter zur Verf\u00fcgung gestellt. In diesen H\u00e4usern m\u00fcssen ca. 40  Menschen unter katastrophalen Umst\u00e4nden leben. Abseits der guten  deutschen Mitte, sollen sich die Asylsuchenden so unauff\u00e4llig wie  m\u00f6glich verhalten. Wer unter st\u00e4ndiger Zukunftsangst leben muss kann es  sich eben nicht leisten aufzufallen. Unauff\u00e4llig bleibt nur, wer sich  den b\u00fcrokratischen und polizeilichen Repressionsmechanismen  f\u00fcgt. Diese  Unterdr\u00fcckung formuliert sich unter anderem durch Residenzpflicht,  Essensmarken, ungekl\u00e4rten Aufenthaltstatus und Schikane der \u00f6rtlichen  Beh\u00f6rden. Wer sich dennoch auff\u00e4llig verh\u00e4lt, sei es bewusst oder  unbewusst, muss mit harten Sanktionen, Haft in Abschiebeknast oder der  direkten Abschiebung rechnen. Als ob das nicht genug w\u00e4re, sind die  Bewohner_innn dem allt\u00e4glichen Rassismus der Musterdeutschen um sie  herum ausgesetzt. Beleidigungen und Benachteiligung sind Alltag .Ob in  der Schule, in den \u00c4mtern, auf der Stra\u00dfe, beim Einkaufen bzw. einl\u00f6sen  der Essenmarken. Auch das Empfangen von Besuch ist ihnen nur bis  einschlie\u00dflich 10 Uhr erlaubt und wer sich dem solidarisch in den Weg  stellt, dem wird vom Hausmeister gedroht, angezeigt zu werden.In den  \u00c4mtern wird jungen Aktivist_innen erz\u00e4hlt, dass in den  \u201eAsylantenunterk\u00fcnften\u201c  Vergewaltiger und Kriminelle leben, sie sollten   aus diesen Gr\u00fcnden  den Kontakt zu den Bewohnern abbrechen.Das werden  wir sicher nicht und wir werden weiter hin unsere Freunde im  \u201eFl\u00fcchtlingsheim\u201c unterst\u00fctzen und mit ihnen f\u00fcr ein menschenw\u00fcrdiges  Leben k\u00e4mpfen! Wir fordern alle aufmerksamen B\u00fcrger auf sich ebenso zu  verhalten. Solidarit\u00e4t macht stark!<!--more--><\/p>\n<p><strong>Wir wollen kein St\u00fcck vom Kuchen\u2026<\/strong><\/p>\n<p>Doch wir wollen nicht nur vor Ort was ver\u00e4ndern .Wir kritisieren das  Gesamtkonstrukt Staat, Nation, Kapital und arrangieren uns nicht mit  der Festung Europa. Wir sehen es nicht ein, dass Staat und Grenzen,  Rassismus und Aus- bzw. Eingrenzung von Menschen verursachen. Zudem  haben wir kein Verst\u00e4ndnis, f\u00fcr weltweite Kriege in denen Globalplayer  wie Deutschland und andere Staaten mitmischen, um Wirtschafsinteressen  durchzusetzen. Sei es direkt mit milit\u00e4rischen Eins\u00e4tzen oder latent  durch Waffenexporte. Leider beruht das kapitalistische System auf dem  Recht des St\u00e4rkeren und somit l\u00f6st dies zwangsl\u00e4ufig Krisen und Kriege  aus .Wer sich nicht behaupten kann im endlosen Wettbewerb zu anderen,  bleibt auf der Strecke und muss sehen wo er bleibt .So auch die  tausenden Fl\u00fcchtlinge die aus verschiedensten Gr\u00fcnden wie Armut, Krieg,  prek\u00e4re Wirtschaftssituation, Klimawandel etc. fl\u00fcchten, um sich eine  neue Existenz aufzubauen. Dies scheitert allerdings oft an erfunden  Grenzen, welche zur Kontrollierbarkeit von Staat, Kapital und \u201eVolk\u201c  herrlich geeignet sind. Wer als Humankapital verwertbar ist und dem  Standort rentabel erscheint darf bleiben, wer hingegen aus reinen  Existenz\u00e4ngsten ohne besondere Attraktivit\u00e4t f\u00fcr die Wirkschaft bzw. dem  Staat in die Nation fl\u00fcchtet, braucht seine Koffer gar nicht erst  auszupacken oder wird von der Grenzpolizei wie Frontex zur\u00fcck in die  alte \u201eHeimat\u201c geschickt.<\/p>\n<p><strong>Der ganze andere Schei\u00df!<\/strong><\/p>\n<p>Wer es doch als Fl\u00fcchtling ins Land schafft und als Asylsuchender  anerkannt  wird oder seltener Weise Bleiberecht erh\u00e4lt, lebt meistens  trotzdem am Existenzminimum und ist Hetzrednern_innen und beispielsweise  islamophoben Menschen wie Thilo Sarrazin ausgeliefert. Es ist n\u00e4mlich  traurige Realit\u00e4t, dass Rechtspopulisten_innen und Konservative  fremdenfeindliche, sexistische, homophobe, nationalistische und  reaktion\u00e4re Inhalte in die Gesellschaft tragen. Es wird versucht eine  deutsche Leitkultur der Mitte zu konstruieren, neben der es keine  legitimen politischen Ansichten gibt .Diese werden oft als extrem und  demokratiefeindlich, von Nationalkonservativen definiert und so mit  Rechtsradikalen auf eine Stufe gestellt. Die eigenen fremdenfeindlichen  und rassistischen Doktrin werden verschleiert und der Mitte der  Bev\u00f6lkerung schmackhaft gemacht und somit gegen Migrant_innen,  Feminist_innen, Homosexuelle und Linke mobil gemacht. Allerdings lassen  wir uns nicht kriminalisieren und halten es f\u00fcr unumg\u00e4nglich weiterhin  f\u00fcr eine befreite Gesellschaft zu streiten.<\/p>\n<p><strong>Nazis und Dorftrottel<\/strong><\/p>\n<p>Das sich Nazis in d\u00f6rflicher Gegend wohlf\u00fchlen ist kein Geheimnis.  So ist auch  bekannt, dass es im Kreis H\u00f6xter eine gut organisierte  Nazikameradschaft namens \u201eFK H\u00f6xter\u201c gab. Diese l\u00f6ste sich allerdings  nach Angaben des Staatschutzes im Jahr 2010 auf, nachdem sie sich im  Westfalen Nord-B\u00fcndnis  organisierte. Trotzdem ist keine Entwarnung  angebracht, denn die Nazis l\u00f6sen sich nicht einfach in Luft auf, sondern  agieren zum gro\u00dfen Teil im Untergrund weiter und finden Anklang bei  rassistischem Stammtischgerede und antisemitischen Verschw\u00f6rungstheorien  am Lagerfeuer. Aus diesem Grund ist es weiterhin notwendig  antifaschistische Pr\u00e4senz zu zeigen und offensiv gegen jeden Versuch  neonazistischer Organisation vorzugehen. H\u00f6xter bleibt keine Homezone  f\u00fcr Nazis und wir werden alles daran legen das dies so bleibt.<\/p>\n<p>Ein Kurzportr\u00e4t \u00fcber die \u201eFreie Kameradschaft H\u00f6xter\u201c findet ihr <strong><a href=\"http:\/\/discrimination.blogsport.de\/material\/text-kurzportraet-fk-hoexter-als-ergaenzung-des-aufrufs\/\">hier<\/a> <\/strong><\/p>\n<p><strong>In offener Feindschaft mit dem Bestehenden<\/strong><\/p>\n<p>Auf den deutschen Alltag mit seinen Unterdr\u00fcckungsmechanismen und  Wettbewerbseifer haben wir keinen Bock. Und auf Nazis erst recht nicht,  darum ist ebenso wichtig, dass wir nie aufh\u00f6ren Widerstand zu leisten,  wenn Nazis in Erscheinung treten. Wir tr\u00e4umen von einer Welt weit  abseits des kapitalistischen Normalzustandes. Eine emanzipatorische und  solidarische Gesellschaft ohne Rassismus, Sexismus, Homophobie und  Antisemitismus ist m\u00f6glich und wir wollen daf\u00fcr einstehen. Wir wollen  Grenzen \u00fcberwinden und Herrschaftsstrukturen abschaffen. Au\u00dferdem ist es  uns wichtig linksradikale Theorie und Praxis nach au\u00dfen tragen und  progressive gesellschaftliche Entwicklungen zu f\u00f6rdern.<\/p>\n<p><strong>Her mit dem Sch\u00f6nen Leben! Und zwar f\u00fcr alle!<\/strong><\/p>\n<p><strong>Am 29.10.2011 antifaschistische, linke Politik in H\u00f6xter auf die  Stra\u00dfe tragen und f\u00fcr ein menschenw\u00fcrdiges Leben von Fl\u00fcchtlingen   k\u00e4mpfen!<\/p>\n<p><\/strong><strong>NO NATION! NO BORDER<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In der L\u00fctmaserstra\u00dfe in H\u00f6xter stehen mehrere H\u00e4user, die als \u201eFl\u00fcchtlingsunterk\u00fcnfte\u201c genutzt werden. Diese H\u00e4user werden von der Stadt H\u00f6xter zur Verf\u00fcgung gestellt. In diesen H\u00e4usern m\u00fcssen ca. 40 Menschen unter katastrophalen Umst\u00e4nden leben. 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