Verbote reichen nicht!

Am 23. August jährt sich das Verbot der Kameradschaft Hamm, des Nationalen Widerstand Dortmund und der Kameradschaft Aachener Land zum sechsten mal.

Nach dem Verbot formierte sich die Hammer-Neonaziszene schnell neu, schon am 27. Oktober 2012 gründete sich der “Die Rechte Kreisverband Hamm”. Die personelle Besetzung war eins zu eins die der Kameradschaft Hamm.
Heutzutage sind immer noch dieselben und neu dazugekommene Neonazis aktiv, bestens vernetzt und gewaltätig gegen alle, die nicht in ihr Weltbild passen.

Deswegen sehen wir uns am 23. August um 18 Uhr auf den Straßen in Dortmund um gegen die Kundgebung der Neonazis zu protestieren.
Weitere Informationen findet ihr bei Blockado oder der Autonomen Antifa 170:

http://www.blockado.info/update-zum-23-8-2018/
https://aa170.noblogs.org/post/2018/08/20/6-jahre-nwdo-verbot/

Pien Kabache – Beach Party

 

Wir führen den Sommer weiter, statt WM-Patriotismus könnt ihr mit uns Beer Pong spielen, eure noch vor dem Vorrundenaus erbeuteten Deutschland Fahnen gegen einen Pfeffi eintauschen und dabei klassische Malle-Getränke schlürfen (Sangria, auch im Eimer).

Dazu gibt es lecker Pommes und „gute“ Musik. Also kommt vorbei und genießt das Strandfeeling wie auf Palma de Mallorca!

13.07. / Pien Kabache / Münster / Scharnhorststr. 100 / 20 Uhr / Eintritt frei / Alle Gewinne werden für antifaschistische Zwecke gespendet!

Der Abend wird von der Antifaschistische Linke Münster, der Antifaschistische Aktion Hamm und der Autonomen Antifa Rheine veranstaltet.

http://pienkabache.blogsport.de/
http://antifalinkemuenster.blogsport.de/
https://aah.noblogs.org/
http://antifarheine.blogsport.de/

Hinweis:
Mitglieder rechter Parteien oder Organisationen, sowie Personen, die der rechten Szene angehören oder mit ihr sympathisieren oder in der Vergangenheit durch rassistische Wortbeiträge aufgefallen sind und Veranstaltungen gestört haben, sind von der Teilnahme an den Veranstaltungen ausgeschlossen. Die Veranstalter*innen behalten sich vor von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen.

9. Februar – Pien Kabache: Solidarität mit Afrin!

Im Februar findet die Pien Kabache unter dem Motto „Solidarität mit Afrin“ statt. Unter dem zynischen Namen „Operation Olivenzweig“ wird das Kanton Afrin im Nordwesten Syriens seit Tagen durch die türkische Armee angegriffen. Das Ziel der Türkei: Die vorhandene basisdemokratische Selbstverwaltung zerstören und die mehrheitlich kurdische Bevölkerung vertreiben (Hintergrund: Nav Dem e.V.). Zur aktuellen Lage werden wir zu Beginn einen Kurzvortrag mit kurzer Diskussion hören (kurz nach 20:00 Uhr – kurz nach 21:00 Uhr).

Dazu gibt es Musik nach eurem Geschmack, Humus mit Fladenbrot und kalte Getränke zu guten Preisen.

20 Uhr / Eintritt frei / Die Gewinne werden für antifaschistische Zwecke und an Unterstützter der Selbstverwaltung in Syrien gespendet!

Der Abend wird von der Antifaschistische Linke Münster, der Antifaschistische Aktion Hamm und der Au­to­no­men An­ti­fa Rhei­ne ver­an­stal­tet.

P.S.: wer Facebook nutzt, kann auch hier klicken

Hinweis:
Mitglieder extrem rechter Parteien oder Organisationen, sowie Personen, die der rechten Szene angehören oder mit ihr sympathisieren oder in der Vergangenheit durch rassistische Wortbeiträge aufgefallen sind und Veranstaltungen gestört haben, sind von der Teilnahme an den Veranstaltungen ausgeschlossen. Die Veranstalter*innen behalten sich vor von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen.

Nazis tanzen Stadt auf der Nase herum

In Hamm feierten vergangenen Samstag über hundert Neonazis ungestört im Vereinsheim des Schützenvereins Hamm-Süden. Hamm bleibt damit Nazi-Partyhochburg Nordrhein-Westfalens.

Ausgerechnet am offiziellen Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus stieg in Hamm eine Neonazi-Feier mit über hundert Gästen. Es ist das zwölfte Neonazi-Konzert, das innerhalb der vergangenen zwei Jahre in Hamm stattfand. In keiner anderen Stadt Nordrhein-Westfalens veranstalten Neonazis so viele Konzerte. Die rechte Szene kann vor Ort problemlos Konzerte, Vorträge oder Schulungen organisieren – und die Stadt schaut tatenlos zu.

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Eine verfestigte Szene Neonazismus in Hamm – ein aktueller Überblick

Hamm galt viele Jahre als Neonazi-Hochburg. Diesen Ruf begründete die 2003 gebildete „Kameradschaft Hamm“ (KSH) mit einer umfangreichen Demonstrationspolitik und zahlreichen Gewaltaten. Zeitweise verübten die Neonazis regelrechte Anschlagsserien, bei denen vor allem Parteibüros beschädigt wurden 1. Nach dem Verbot der KSH im August 2012 schlossen sich deren Mitglieder der Partei „Die Rechte“ (DR) an, die ihnen ein Dach bot, um die Aktivitäten fortzusetzen. Der aktuelle NRW-Verfassungsschutzbericht bezeichnet den DR-Kreisverband Hamm nun als „deutlich weniger aktiv”.

Der Inlandsgeheimdienst begründet seine Einschätzung damit, dass DR am 3. Oktober 2016 keine Demonstration durchgeführt hat. In den Vorjahren waren bis zu 300 Neonazis zum Einheitstag in Hamm aufmarschiert. Auch 2017 fiel der Aufmarsch aus. Der DR-Funktionär und vormalige KSH-Führer Sascha Krolzig zog auch sämtliche, bereits vorliegenden Anmeldungen für die kommenden sieben Jahre zurück. Daraufhin vermeldete der Westfälische Anzeiger: „Demo abgeblasen: Rechte Szene zieht sich aus Hamm zurück“ 2. Die Polizei Hamm sekundierte, es sei hinsichtlich rechter Gewalt „total ruhig“ geworden.

Tatsächlich sucht die Hammer Neonazi-Szene kaum noch die Öffentlichkeit. Website und Facebook-Auftritt von DR Hamm sind seit Monaten nicht mehr einsehbar. Der letzte, nicht öffentlich beworbene, Aufmarsch fand im Mai 2016 mit 50 Teilnehmenden anlässlich der Mobilisierung für den „Tag der deutschen Zukunft“ statt. Sitzungen des Stadtrats besucht der 2014 gewählte DR-Vertreter Dennis Möller zwar noch, Anträge oder Anfragen bringt er aber seit eineinhalb Jahren nicht mehr ein. Sein in die Bezirksvertretung Hamm-Herringen gewählter Bruder Jens Möller verhält sich ebenfalls zurückhaltend. „Total ruhig“ ist es deshalb trotzdem nicht.

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Gegen Rechtsrock und NS-Verherrlichung am Shoah-Gedenktag

Wir teilen hier den Aufruf des haekelclub590:

 

Am 27. Januar findet in Hamm zum wiederholten Mal ein Rechtsrockkonzert in den Räumlichkeiten der Neonazis im Kentroper Weg 18 statt. Der haekelclub590 ruft an diesem Tag zu 19 Uhr im Wendehammer des Kentroper Wegs zu einer Kundgebung gegen Neonazis, Menschenverachtung und NS-Verherrlichung am Shoah-Gedenktag auf.

Angekündigt ist für 20 Uhr ein “Balladenabend”, bei welchem die Bands „Sturmwehr“ und „Der Knappe“ auftreten. 1
Für „Sturmwehr“ ist dies der Auftakt einer Deutschlandtour, aber auch einige Konzerte im Ausland sollen folgen. So sind sie für den „Day of Honour“ angekündigt – einer neonazistischen Veranstaltung, welche die „Schlacht um Budapest“ im Jahre 1944 verklärt. Organisiert wird das Konzert in Budapest von dem seit 2000 in Deutschland verbotenen „Blood & Honour“ Netzwerk. 2 „Sturmwehr“ ist momentan eine der aktivsten Neonazi-Bands. Sie tritt einerseits als Liedermacher-Duo bestehend aus den beiden langjährigen Neonazis Jens Brucherseifer aus Gelsenkirchen und Martin Böhne aus Hamm auf. Sie spielt ebenso auch als vollständige Band mit Patrick Gerstenberger (ebenfalls aus Hamm) am Schlagzeug. Sturmwehr spielten in dieser Konstellation zum Beispiel beim „Rock für Identität“ am 29. Juni 2017 vor ca. 1000 Neonazis in Themar. Das Konzert erfuhr medial aufgrund diverser Straftaten, wie dem Zeigen des Hitlergrußes und seinem NS-verherrlichenden Charakter viel Aufmerksamkeit. 3

Allein im letzten Jahr fanden im Kentroper Weg 18 mindestens vier Rechtsrockkonzerte und zwei Vortragsveranstaltungen statt. Den Start machte ein Vortrag des NPD-Politikers Olaf Rose am 15. Januar. Am 16. April feierten die Neonazis eine „Ostarafeier“ 4, bei der Martin Böhne auftrat. Zwei Wochen später hielt Dieter Riefling einen Vortrag und die Bands „Reichstrunkenbold“ und „FreilichFrei“ traten auf. Im September fand ein Konzert mit Livemusik statt und am 21. Oktober traten die Bands „Blutlinie“ und wieder „Reichstrunkenbold“ auf. 5
Das von den Neonazis sogenannte „Zuchthaus“ dient der Vernetzung, Bespaßung, ideologischen Schulung und Einnahmequelle für eine über Hamm hinaus agierende Neonaziszene. Die Anzahl der in Hamm stattfindenden Veranstaltungen der letzten Jahre zeigt, dass es den Neonazis nirgends in NRW von der Stadt so leicht gemacht wird ungestört Konzerte zu veranstalten.

Dass die kommende Veranstaltung nun auch noch am internationalen Holocaust Gedenktag stattfindet soll, ist für uns eine Schande! Der 27.Januar ist der Tag der Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz, ein Tag, an dem der Opfer der Shoah und ebenso dem jüdischen Widerstandskampf gedacht wird.
Wir wollen die nächste Neonazi-Feier in Hamm natürlich nicht ungestört lassen. Kommt am 27. Januar mit uns auf die Straße und lasst uns den Neonazis zeigen, was wir von ihnen und ihrer NS-Verherrlichung halten.

27. Januar 2018
Treffpunkt zur gemeinsamen Anreise: 18.30 Bahnhof Hamm/Willy-Brandt-Platz Hamm (Westf.)
Kundgebung: 19 Uhr Wendehammer Kentroper Weg

Quellen:
1: 27.01.18 Konzert
2: B&H Hungary VK Post
3: http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2017-07/themar-rechtsrock-konzert-thueringen-neonazis
4: https://www.lotta-magazin.de/ausgabe/online/eine-verfestigte-szene
5: https://aah.noblogs.org/files/2018/01/Neonaziaktivit%C3%A4ten-in-Hamm-Westf.-2003-2017.pdf

Unterstützer*innen:

Die Linke Kreisverband Hamm

Jusos Hamm

Antifa Werne

Autonome Antifa 170

(Bei Interesse uns zu unterstützen, schreiben Sie eine Mail an haekelclub590@gmail.com)

Pien Kabache: Neujahrsedition 12. Januar

Neues Jahr, neue Pien Kabache.

Zum Beginn des Jahres bietet die Antifakneipe zu den üblichen coolen Leuten, der super Musik und den günstigen Getränken auch die altbewärte DDR-Bowle an. Für diejenigen unter euch, denen das noch nicht genug ist, bieten wir zusätzlich Solero-Cocktails und Vodka-Mate an.

20 Uhr / Eintritt frei / Alle Gewinne werden für antifaschistische Zwecke gespendet!

Der Abend wird von der Antifaschistische Linke Münster, der Antifaschistische Aktion Hamm und der Au­to­no­men An­ti­fa Rhei­ne ver­an­stal­tet.

http://pienkabache.blogsport.de/
http://antifalinkemuenster.blogsport.de/
https://aah.noblogs.org/
http://antifarheine.blogsport.de/

P.S.: wer Facebook nutzt, kann auch hier klicken

Hinweis:
Mitglieder extrem rechter Parteien oder Organisationen, sowie Personen, die der rechten Szene angehören oder mit ihr sympathisieren oder in der Vergangenheit durch rassistische Wortbeiträge aufgefallen sind und Veranstaltungen gestört haben, sind von der Teilnahme an den Veranstaltungen ausgeschlossen. Die Veranstalter*innen behalten sich vor von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen.